Am 10. September um 18.30 Uhr auf dem zentralen Platz des Skulpturenparks in Klaipėda – Agota Zdanavičiūtė und Kristijonas Lučinskas mit dem Programm „ŪKAS“. Die Dauer des Konzerts beträgt eine Stunde.
Der Herbst trägt den Nebel in die Wiesen und Wälder, in die Stadtparks und auf die Höfe. Es ist noch nicht kalt, doch in der Luft schwebt bereits das leise Versprechen eines Wandels in der Natur. Im Skulpturenpark – umgeben von schimmerndem Laub, Kunst und Erinnerung – werden wir zum zweiten Mal das Duett von Agota Zdanavičiūtė und Kristijonas Lučinskas hören.
„Ūkas“ – eine instrumentale Klangreise, bei der traditionelle litauische Instrumente und moderne Elektronik zum Einsatz kommen. Kanklės, Birbynė, Skudučiai und Percussion verschmelzen mit elektronischen Klangschichten, während die Musik zwischen hellem Ambient-Klang, Improvisation und litauischer Archaik schwebt.
Die künstlerische Zusammenarbeit der beiden begann im Sommer 2024 in Klaipėda, als K. Lučinskas das Soloalbum „Gyva čia“ von A. Zdanavičiūtė aufnahm. Aus dieser Zusammenarbeit entstanden gemeinsame Konzerte und später die Idee, Instrumentalmusik zu komponieren. Beide Künstler verspürten das Bedürfnis, sich vom Wort zu lösen und sich ganz auf den Klang zu konzentrieren – einen unverfälschten, klaren und zurückhaltenden Klang.
Zunächst erstellte jeder für sich musikalische Skizzen, die später zu einer gemeinsamen Komposition zusammengefügt wurden, in der ein Klang ganz natürlich in den nächsten übergeht, ohne abrupte Brüche und ohne klare Grenzen.
Im Laufe des kreativen Prozesses kam auf natürliche Weise das für die Musik beider Künstler charakteristische Gefühl von leichtem Dunst, Nebel und subtiler Dunkelheit zum Vorschein – so entstand die Harmonie aus Licht und Schatten, die zur wesentlichen Stimmung von „Ūko“ wurde. Diese Idee steht in enger Verbindung mit dem naturwissenschaftlichen Begriff des Nebels – wenn Schichten aus weißlicher Feuchtigkeit allmählich den Raum ausfüllen, dessen Konturen verwischen und die Perspektive in einen aquarellartigen Horizont verwandeln.
In dem Werk „Ūkas“ fungiert die Elektronik als eine flüchtige Schicht, die den akustischen Klang umhüllt und erweitert und so das Gesamtklangbild ergänzt. A. Zdanavičiūtės Stimme ist nur in einer einzigen Komposition zu hören – „Laukinis“ –, wo sie eher als strukturelles Element denn als Gesangslinie fungiert.
Eines der wesentlichen Ziele der Komponisten war es, äußerliche Zierhaftigkeit zu vermeiden, damit die Musik nicht lediglich als ästhetisch ansprechend wirkt, ohne jedoch tiefere, emotional reichhaltigere Schichten des geistigen Erlebnisses anzusprechen. Gerade diese Spannung zwischen Schönheit und Unvollkommenheit, zwischen Klarheit und Rauheit erhält die Lebendigkeit der vom Duett komponierten und aufgeführten Musik aufrecht.
„Ūkas“ ist ein Raum, in dem der Zuhörer in seine persönlichen Gefühlswelten eintauchen, zur Ruhe kommen und sich der sanften Zeit des Herbstes hingeben kann.
Der Eintritt zum Konzert ist frei.
Sitzgelegenheiten: Parkbänke, etwa 40 Stühle; wenn möglich, können Sie Ihren eigenen Stuhl mitbringen.
Das Konzert wird vom Museum für die Geschichte von Kleinlitauen organisiert.
Sitzgelegenheiten: Parkbänke, etwa 40 Stühle; wenn möglich, können Sie Ihren eigenen Stuhl mitbringen.
Das Konzert wird vom Museum für die Geschichte von Kleinlitauen organisiert.
Auf dem Foto: „KAUKĖS“. V. Vildžiūnaitė. Skulpturenpark;