Eröffnung der Ausstellung „Innere Idole“ mit Keramikwerken von Regina Malakauskienė und Gemälden von Marta Malakauskaitė

2026-09-11 - 2026-09-11

Uhrzeit

17:00

Standort

Stadtverwaltung von Klaipėda I.Kant Öffentliche Bibliothek Kunstabteilung
J.Janonio g. 9
Am 11. September 2026 um 17.00 Uhr finden in der Kunstabteilung der I.-Kant-Öffentlichen Bibliothek der Stadt Klaipėda (J. Janonio-Straße 9) findet die Eröffnung der Ausstellung „VIDINIAI STABAI“ mit Keramikwerken von REGINA MALAKAUSKIENĖ und Gemälden von MARTOS MALAKAUSKAITĖ statt.
Die Ausstellung ist vom 8. bis zum 30. September 2026 zu sehen.
Über die Künstlerinnen:
REGINA MALAKAUSKIENĖ (geb. 1966 in Klaipėda) – eine professionelle Keramikerin, deren Leben und Schaffen seit mehreren Jahrzehnten untrennbar mit dem kulturellen Gefüge der Hafenstadt verbunden ist. Im Jahr 1985 schloss sie die XII. Mittelschule in Klaipėda sowie die Adomas-Brakas-Kunstschule für Kinder ab, wo sie die ersten Grundlagen der bildenden Kunst erlernte. Anschließend studierte die Künstlerin an der Kunstakademie Vilnius (1985–1990), wo sie den Master-Abschluss in Bildender Kunst sowie die Qualifikation als Keramikerin erwarb. Nach Abschluss ihrer beruflichen Ausbildung kehrte R. Malakauskienė in ihre Heimatstadt Klaipėda zurück, wo sie bis heute lebt, künstlerisch tätig ist und die junge Generation in die Geheimnisse des künstlerischen Schaffens einführt.
Diese Ausstellung ist bereits die sechste Einzelausstellung der Künstlerin, doch dieses Mal präsentiert sie sich als ein besonders intimer und tiefgründiger Raum. Die Kunst spielt im Leben von R. Malakauskienė nicht nur eine Rolle als ästhetischer Ausdruck, sondern auch als ständige Reise zu sich selbst und als Suche nach der eigenen Identität. Der kreative Prozess wird für sie zu einer Art Psychotherapie: Durch den weichen, nachgiebigen und später durch Feuer gehärteten Ton legt die Künstlerin ihre komplexesten inneren Zustände offen. Es ist eine Methode, ihre inneren Dämonen, Ängste und Spannungen herauszulassen und zu materialisieren, indem sie ihnen eine physische Gestalt verleiht und sich so von ihnen befreit.
Die in der Ausstellung präsentierten Werke sind direkte Zeugen dieser spirituellen Transformationen. Der zum Sprechen gebrachte Ton kommt in der Ausstellung in den unterschiedlichsten Formen zum Ausdruck: Manche Zustände verwandelten sich in monumentale, schwere innere Stützen, andere in subtile Allegorien oder witzige Karikaturen, und wieder andere entfalteten sich zu leichten, fröhlichen Figuren. Die Künstlerin scheut sich nicht, mit der Dramatik der Form zu experimentieren, weshalb jedes Ausstellungsobjekt den Besucher zu einem einfühlsamen und offenen Dialog über die Tiefen der menschlichen Seele einlädt.
MARTA MALAKAUSKAITĖ (geb. 1998 in Klaipėda) – eine Künstlerin, in deren Leben zwei auf den ersten Blick unterschiedliche Bereiche auf unglaubliche Weise miteinander verschmelzen: Medizin und Kunst. Nach ihrem Abschluss am Herman-Zuderman-Gymnasium in Klaipėda im Jahr 2017 entschied sie sich für eine Laufbahn als Ärztin. Im Jahr 2024 schloss sie ihr Masterstudium der Medizin in Kaunas ab und setzt dieses heute im Rahmen ihrer Facharztausbildung in Vilnius fort.Das künstlerische Schaffen begleitete Marta von Kindesbeinen an – es war ein so natürlicher Prozess, dass sie nicht einmal einen konkreten Ausgangspunkt benennen könnte. Ihre größte Inspiration war ihre Mutter, eine Keramikkünstlerin, deren Talent sich nie auf einen einzigen Bereich beschränkte. Da sie in einem kreativen Umfeld aufwuchs, wurde Marta dazu ermutigt, zu experimentieren und ihre Gefühle mutig zum Ausdruck zu bringen. Dies half ihr zu verstehen, dass wahre Kunst keine Grenzen kennt und sich nicht an fremden Meinungen orientieren muss. Obwohl sie später die Grundlagen des Zeichnens und der Komposition erlernte, nahm das von ihr gewählte anspruchsvolle Medizinstudium lange Zeit ihre gesamte Zeit in Anspruch. Vor fünf Jahren nahm Marta auf Anregung ihrer Mutter erneut den Pinsel in die Hand und versuchte sich zum ersten Mal in der Malerei. Aus künstlerischer Sicht faszinieren Martas Werke durch ihre Tiefe. In ihnen kommt ihre Faszination für Themen der Fantastik und Dystopie zum Ausdruck, die unbewusst mit ihren alltäglichen medizinischen Erfahrungen und dem Gefühl für die Zerbrechlichkeit des Menschen in Verbindung stehen. Da die Bilder für sich selbst und nicht für Ausstellungsräume gemalt wurden, fehlt ihnen der Wunsch, dem Publikum zu gefallen. Dies verlieh dem Schaffen völlige Freiheit und Aufrichtigkeit. Diese Ausstellung ist der Moment, in dem die persönliche Flucht aus dem stressigen Arbeitsalltag im Krankenhaus zu einer öffentlichen und offenen Erzählung wurde.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Während der Veranstaltung wird fotografiert und gefilmt; das Material wird veröffentlicht.

* Für die Übersetzung der Ereignisinformationen wurde eine automatische Übersetzung verwendet.