Am Donnerstag, dem 18. Juni, um 17.30 Uhr wird in der Kunstgalerie JUSIONIS (im Mode- und Geschäftszentrum „Herkaus galerija“, Herkaus Manto Str. 22) wird die Ausstellung „Jazz“ von Valentinas Ajauskas (1948–2023) eröffnet.
In der Ausstellung wird Valentinas Ajauskas’ letzter Gemäldezyklus „Jazz“ gezeigt, in dem sich die Figuren von Mann und Frau auf spielerische Weise miteinander verflechten. In den Bildern zeigt sich die Erfahrung des Grafikers, Aquarellisten und Malers im plastischen Ausdruck. Die silhouettenhafte Darstellung der Figuren, die für seine Grafik so charakteristisch ist, kommt hier mit großer Kraft und Monumentalität zum Ausdruck. Die großen Formate ermöglichen es dem Künstler, die charakteristischen Züge von Mann und Frau mit großzügigen Pinselstrichen wiederzugeben, sich von der realistischen Darstellung zu lösen und musikalische Formen zu schaffen. Diese schweben vor einem einfarbigen, leuchtenden oder grauen, flächigen Hintergrund, klar abgegrenzt, manchmal wie gegossen, und erinnern an moderne Skulpturen. Im literarischen Sinne ist dies die Hymne des Künstlers an die Liebe zwischen Mann und Frau – feierlich, freudig und dynamisch.
Valentinas Ajauskas (1948–2023) wurde in Kaunas geboren. Von 1966 bis 1973 studierte er Grafik am Kunstinstitut Vilnius (heute Kunstakademie). Seit 1980 war er Mitglied des litauischen Künstlerverbandes.
Der Künstler war in den Bereichen Druckgrafik (Radierung, Siebdruck), Malerei, Exlibris, Plakatgestaltung, Buchillustration und Karikatur tätig. Seit 1970 nahm er an Ausstellungen teil. Er veranstaltete 32 Einzelausstellungen mit Gemälden und Grafiken und nahm an über 200 Gruppenausstellungen in Litauen, Lettland, Estland, Russland, Finnland, Schweden, Polen, Deutschland, Bulgarien, Italien, den USA, Kanada, Frankreich und Australien.
Für seine grafischen Arbeiten erhielt er 34 Auszeichnungen. Zu den wichtigsten zählen: der erste Platz bei der internationalen Grafikbiennale in Moldawien (2013); beim internationalen Exlibris- und Kleingraphik-Wettbewerb in Sint-Niklaas (Belgien) gewann er für sein Exlibris den Preis für das beste Exlibris der Stadt Sint-Niklaas (2009); Preisträger des internationalen Exlibris-Wettbewerbs „Sonne und Mond“ in Argentinien, der im Claudio Leon Sempere Museum veranstaltet wurde (2004).
Seine Werke befinden sich im Besitz des Kunstmuseums Vilnius, des M. K. Čiurlionis-Kunstmuseums in Kaunas, die Galerie „Del Bello“ in Toronto (Kanada), das Museum für Humor und Satire in Gabrovo (Bulgarien) sowie Sammler aus verschiedenen Ländern erworben.
Die Ausstellung ist bis zum 6. August 2026 zu sehen.