Eröffnung der Ausstellung „Ketten der Freiheit, Verbindungsdrähte“ von Jelena Škulis

2026-09-04 - 2026-09-04

Uhrzeit

17:30

Standort

KCCC Ausstellungshalle
Didžioji Vandens g. 2, Klaipėda

Am Freitag, dem 4. September, um 17.30 Uhr wird im Ausstellungssaal des Zentrums für Kulturkommunikation in Klaipėda (KKKC) in der Ausstellungshalle, Didžioji Vandens-Straße 2, wird die Ausstellung „Ketten der Freiheit, Bande der Verbundenheit“ von Jelena Škulis unter der Kuration von Joaquin Mora eröffnet. Darin werden Weberei, Stickerei und Handarbeiten, die der Tradition alter Handwerkskünste und häuslicher Tätigkeiten entstammen, in den Bereich der zeitgenössischen Kunst übertragen, ohne dabei die Verbindung zu ihren Ursprüngen zu verlieren. Die Ausstellung ist bis zum 27. September zu sehen.

Ein Faden trifft auf den anderen. Einzelne Elemente beginnen, voneinander abzuhängen: Sie werden durch Wiederholung, Spannung und Zeit miteinander verbunden. Es handelt sich um eine archaische Geste, die bis heute von unserem Bedürfnis zeugt, miteinander verbunden zu bleiben. Genau mit dieser Bewegung beginnt das künstlerische Schaffen von Jelena Škulis. Die Hand, der Webstuhl, die Wiederholung und vor allem die Zeit selbst bleiben besonders spürbar.

Die Fertigstellung jedes einzelnen Werkes dauert Monate, manchmal sogar Jahre. Tag für Tag kehrt Jelena an ihren Webstuhl zurück, während das Leben um sie herum weitergeht. Auch Gespräche, alltägliche Sorgen, Nachrichten und politische Ereignisse fließen in das Weben ein. Weben bedeutet, durchzuhalten, zu bestehen und die Arbeit ungeachtet wechselnder Umstände fortzusetzen. Diese Kontinuität wird zu einer ganz eigenen Form des Zeugnisses.

Die Wörter fließen durch den Webstuhl und werden Teil des Gewebes. Auf einer Länge von mehreren Metern entstehen neben alltäglichen Redewendungen verschiedene Sprachen, Zeichen und Muster, die sich immer wiederholen. Die einen entstehen aus gemeinsamen Erfahrungen, die anderen aus Situationen, die sich im Arbeitsprozess ergeben. Im Laufe der Zeit verändert sich auch die Erzählung selbst. Sie sammelt Fragmente an und scheint sich in bestimmten Momenten auf wenige Worte zu verdichten: Krieg, Tränen, Warten. Das Gewebe bewahrt die Erzählung darüber, was sich während seines Webens ereignet hat.

Zwischen den Fäden und Ketten entsteht ein wenig Kupfer – ein leitfähiges Material, das in Kabeln, elektrischen Anschlüssen und Kommunikationssystemen verwendet wird. Doch hier entsteht die Verbindung langsam – von Hand, Faden für Faden.

In der Welt, in der wir leben, ist es nicht leicht, ein solches Bild der Verbundenheit zu erkennen. Noch nie hatten wir so viele Möglichkeiten zur Kommunikation, doch das Gefühl der Entfremdung scheint rasant zuzunehmen. Deshalb versuchen handgefertigte Werke, sich Gehör zu verschaffen, Verständnis zu wecken und abzuwarten, indem sie die Distanz zwischen uns verringern, damit ein Dialog entstehen kann – der nicht unbedingt abgeschlossen sein muss.

Für die Existenz eines Stoffes sind Verbindungen unerlässlich, doch zur Aufrechterhaltung seiner Struktur ist Spannung erforderlich.

Vielleicht lautet die Frage: Was bedeutet es heute, zusammenzubleiben, und welche Beziehungen können wir aufrechterhalten?

Jelena Škulis – Künstlerin, Dozentin, Forscherin und Doktorin der Künste. Ihre künstlerische Praxis basiert auf der Erforschung von Handarbeit, Materialität, Weberei, Relationalität und Gemeinschaft. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit sozialen und politischen Themen auseinander und bedient sich dabei eines autoethnografischen Ansatzes.

J. Škulis hat bereits mehrere Einzelausstellungen veranstaltet. Ihre Werke wurden und werden weiterhin auf internationalen Ausstellungen und Kunstmessen in der Schweiz, in Italien, Frankreich, Portugal, Südkorea, der Slowakei, Lettland, Tschechien und anderswo präsentiert. Die Künstlerin wird von der Galerie „Meno niša“ vertreten.

Öffnungszeiten des KKKC-Ausstellungszentrums (Didžioji Vandens g. 2, Klaipėda): Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 19 Uhr (an gesetzlichen Feiertagen geschlossen). Wir weisen darauf hin, dass die Teilnehmer auf Fotos und Videoaufnahmen der Veranstaltung zu sehen sein können, die in verschiedenen Medien veröffentlicht werden. Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Ausstellung kostenlos, danach ist er kostenpflichtig. Weitere Informationen: www.kkkc.lt

* Für die Übersetzung der Ereignisinformationen wurde eine automatische Übersetzung verwendet.