Wir laden Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Mir ist das egal“ von Petras Rutė ein!
Die Ausstellung präsentiert das Werk des autodidaktischen Malers Petras Rutė (1934–2016). In den Werken des Künstlers kommen philosophische Betrachtungen über das menschliche Dasein und die Welt sowie Motive aus der litauischen Mythologie, der christlichen Religion und den Kulturen des Ostens zum Ausdruck. Zeichen und Symbole vergangener Kulturen verflechten sich in seinen Gemälden mit persönlichen spirituellen Erfahrungen und einer ganz eigenen Wahrnehmung der Welt. Die Ausstellung wird von Ieva Rutė, der Tochter des Volkskünstlers, kuratiert und präsentiert.
Petras Rutė – ein interessanter und eigenwilliger autodidaktischer Maler aus Litauen an der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert, der an republikanischen Volkskunstausstellungen und Wettbewerben teilnahm. P. Rutė schuf über 2.000 Gemälde und veranstaltete mehr als 20 Einzelausstellungen. Seit 1991 ist er Mitglied des Verbandes der Volkskünstler. Im Jahr 1993 wurde ihm für die Gemäldeserie „Die Zeit trägt alles fort“ der Preis des bedeutenden Künstlers Adomas Varnas verliehen; im Jahr 2005 erhielt er den Status eines Kunstschaffenden. Im Jahr 2011 erwarb das Litauische Kunstmuseum Gemälde des Volkskünstlers.
In den originellen Werken von P. Rutė tauchen philosophische Bilder der Weltbetrachtung auf. In den Gemälden des Künstlers spiegeln sich das Rätsel des menschlichen Daseins, seine inneren Widersprüche und seine Doppelgesichtigkeit wider. Einen wichtigen Platz im Schaffen des Künstlers nehmen die Mythologie des litauischen Volkes, die christliche Religion sowie orientalische Motive ein. Zeichen und Symbole vergangener Kulturen sowie Heiligenbilder offenbaren eine ununterbrochene Verbindung zur Erde und tiefste spirituelle Erfahrungen. Die geschaffenen Werke, voller Schönheit und Gedanken, zeugen von einem einfühlsamen und talentierten Künstler.
Rutė wurde im Dorf Dirgalis im Bezirk Darbėnai im Kreis Kretinga geboren. Von 1954 bis 1959 studierte sie an der Universität Vilnius Litauische Sprache und Literatur. Sie arbeitete bei der Wochenzeitung „Liaudies sargyba“ des Innenministeriums und später in der Verwaltung. Das Studium ihrer Muttersprache, die Geschichte ihres Volkes, dessen Archäologie und ethnisches Erbe sowie hohe moralische Werte prägten die Persönlichkeit und Weltanschauung von P. Rutė. Seine kreative Natur, seine ästhetischen Ideale, seine Vorstellungen vom allgemeinen Menschsein sowie seine inneren Erlebnisse kamen in der Lyrik und Prosa zum Ausdruck, die er sein ganzes Leben lang verfasste.
Die Ausstellung ist bis zum 24. Oktober in der Galerie „Nišinė“ zu sehen.